| Bauernregeln und Volksweisheiten | |
| März 2010 |
| Januar |
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Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr. Ist der Januar kalt und weiß, kommt der Frühling ohne Eis. Läßt der Januar Wasser fallen, lässt der Lenz es gefrieren. Der Januar muß krachen, soll der Frühling lachen. Wieviel Regentropfen ein Januar, soviel Schneeflocken im Mai. Im Januar viel Regen und wenig Schnee, tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh. Auf kalten trocknen Januar folgt oft viel Schnee im Februar. Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, währt der Winter bis zum Mai. Wächst das Gras im Januar, so wächst es schlecht im ganzen Jahr. Ist der Januar kalt und weiß, kommt der Frühling ohne Eis. |
| Februar |
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Viel Nebel im Februar, viel Regen das ganze Jahr. Ist der Februar trocken und kalt, wirst im August vor Hitz zerspringen bald. Sonnt sich die Katz im Februar, muß sie im März zum Ofen gar. Mücken, die im Februar summen, gar oft auf lange Zeit verstummen. Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß. |
| März |
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Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen. Fürchte nicht den Schnee im März, darunter wohnt ein warmes Herz. Wenn der März zum April wird, so wird der April zum März. Ein grüner März bringt selten etwas Gutes. Auf Märzenregen folgt kein Segen. |
| April |
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Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick. April windig und trocken, macht alles Wachstum stocken. Heller Mondschein in der Aprilnacht schadet leicht der Blütenpracht. Im April ein tiefer Schnee - keinem Dinge tut er weh. |
| Mai |
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Die erste Liebe und der Mai, gehen selten ohne Frost vorbei. Der Mai, zum Wonnemonat erkoren, hat den Reif noch hinter den Ohren. Grünen die Eichen vor dem Mai, zeigt's, daß der Sommer fruchtbar sei. Ist's im Mai recht kalt und naß, haben die Maikäfer wenig Spaß. Ein kalter Mai tötet das Ungeziefer und verspricht eine gute Ernte. Im Mai ein warmer Regen bedeutet Früchtesegen. |
| Juni |
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Wenn kalt und naß der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr. Wie die Junihitze sich stellt, stellt sich auch die Dezemberkält. Im Juni viel Donner, bringt einen trüben Sommer. Soll gedeihen Korn und Wein, muß im Juni Regen sein. Gibt's im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter. Wenn´s im Juni viel regnet, ist der Graswuchs gesegnet. |
| Juli |
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Im Juli muß vor Hitze braten, was im September soll geraten. Im Juli warmer Sonnenschein, macht alle Früchte reif und fein. Ein tüchtiges Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter. Juli recht heiß, lohnt sich Mühe und Schweiß. Wenn im Juli die Sonne scheint, sie´s gut mit dem Weizen meint! Wenn die Schwalben Ende Juli schon ziehen, sie vor baldiger Kälte fliehen. |
| August |
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Fängt der August mit Donnern an, er's bis zum End' nicht lassen kann. Dem August sind Donner nicht Schande, sie nutzen der Luft und dem Lande. Der August muß Hitze haben, sonst Obstbaumsegen wird begraben. Fängt der August mit Hitze an, bleibt sehr lang die Schlittenbahn. Im August Wind aus Nord - jagt unbeständigs Wetter fort. Im August, beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen. |
| September |
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Durch des Septembers heiter'n Blick, schaut noch einmal der Mai zurück. Bleiben die Schwalben lange, so sei vor dem Winter nicht bange. September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen. Nach Septembergewittern, wird man im Winter vor Kälte zittern. Septemberwetter warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr. Ist der September lind, ist der Winter ein Kind. |
| Oktober |
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Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Januar milde Zeit. Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Oktober rauh, Januar flau. Oktoberhimmel voll Sterne hat warme Öfen gerne. Sitzt im Oktober fest Laub am Baum, kommt ein strenger Winter kaum. Zu Ursula (21.10.) bringt's Kraut herein, sonst schneit Simon (28.10.) noch herein. |
| November |
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Sitzt im November noch das Laub, wird der Winter hart, das glaub. Baumblüt` im November gar - noch nie ein gutes Zeichen war. Je mehr Schnee im November faellt, um so fruchtbringender wird das Feld. Ist der November kalt und klar, wird trueb und mild der Januar. Haengt das Laub bis November hinein, wird der Winter ein langer sein. |
| Dezember |
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Die Erde muß ihr Bettuch haben, soll sie der Winterschlaf laben. Herrscht im Advent recht strenge Kält, sie volle achtzehn Wochen anhält. Dezember launisch und lind, der Winter ein Kind. Wenn man den Dezember soll loben, muss er frieren und toben. Wenn Winde wehen im Advent, so wird uns viel Obst gesend't. |